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*FÜR RECHTSEXTREMISMUS

Dortmund ist die Großstadt der Nachbarn. Die Menschen vertrauen sich  – hier zählt nicht, wo man herkommt, sondern wo man hin will.


Allerdings wird dieses respektvolle Miteinander immer wieder von extremistischen Kräften, insbesondere aus dem rechtsextremen Spektrum, bedroht. Um dem Rechtsextremismus in Dortmund entgegenzutreten, bedarf es engagierter Akteur*innen in unserer Stadtgesellschaft, die sich für eine vielfältige und weltoffene Gesellschaft einsetzen.
Die extreme Rechte versucht durch Veranstaltungen wie Konzerte, Vortragsabende und Schulungen, sich in der Gesellschaft zu etablieren, besonders junge Menschen für ihre Ideologien zu gewinnen und Anknüpfungspunkte zu schaffen.


Indem Sie Ihre Liegenschaften nicht an rechtsextremistische Personen vermieten, leisten Sie einen wichtigen Beitrag für den Schutz unserer Demokratie und den Frieden in unserer Großstadt der Nachbarn.

Diese Website soll Ihnen dabei helfen, Extremisten und ihre perfiden Strategien zu identifizieren, lange Rechtsstreitigkeiten oder Imageschäden zu vermeiden.

STRATEGIE EXTREM RECHTER AKTEURE BEI DER ANMIETUNG VON RÄUMLICHKEITEN

Die meisten Vermietenden würden ihre Räumlichkeiten für Konzerte von Neonazi-Bands, Vortragsveranstaltungen bei denen das Dritte Reich verherrlicht wird oder Versammlungen, die dem Aufruf zur Gewalt gegen Andersdenkende dienen, nicht zur Verfügung stellen. Dies ist natürlich auch den extrem rechten Akteuren bewusst.

Ihnen ist daher häufig daran gelegen, so wenig wie möglich über sich oder die Veranstaltung preiszugeben. Sie profitieren dabei davon, dass es Vermietende gibt, die sich über den Charakter der Veranstaltung nicht weiter informieren und sich auch kein persönliches Bild von den potenziellen Mieter*innen machen. So ist es in der Vergangenheit schon dazu gekommen, dass rechtsextreme Parteitage als Weihnachtsfeier deklariert wurden, Neonazi-Konzerte als Geburtstagsparty getarnt waren oder „unverdächtige“ Personen als Mieter*innen aufgetreten sind und die wahren Mieter*innen dadurch verschleiert wurden.

UM BÖSE ÜBERRASCHUNGEN ZU VERMEIDEN, EMPFEHLEN WIR IHNEN:

MACHEN SIE SICH EIN PERSÖNLICHES BILD

VON DEN POTENZIELLEN MIETER*INNEN

FRAGEN SIE NACH DEM CHARAKTER DER

VERANSTALTUNGEN

HOLEN SIE SICH IN ZWEIFELSFÄLLEN

FACHKUNDIGEN RAT

NUTZEN SIE DEN MUSTERMIETVERTRAG

IM DOWNLOADBEREICH

ERKENNUNGSMERKMALE
EXTREM RECHTER PERSONEN

BEKLEIDUNGSMARKEN

Der Kampf der Nibelungen

Der Kampf der Nibelungen ist das größte rechtsextreme Kampfsportevent in Westeuropa, welches sich seit einigen Jahren auf den Ausbau der eigenen Kleidungsmarke konzentriert. Inhaber des Labels ist der Dortmunder Neonazi Alexander Deptolla. Der Sitz der Firma ist in Dortmund-Dorstfeld.

Black Legion

BLACK LEGION ist eine von Rechtsextremen gegründete und vertriebene Marke, die auch als Sponsor für rechtsextreme Kampfsport-Turniere auftritt. Auf einigen Kleidungsstücken wird explizit Bezug auf die NS-Zeit genommen – beispielsweise durch ein Zitat von Adolf Hitler auf einem T-Shirt. Der Name der Marke ist eine Anspielung auf zwei rassistische und faschistische historische Gruppen.

Thor Steinar

Thor Steinar ist die bekannteste Modemarke, die für die rechtsextreme Szene als Erkennungszeichen gilt. Die Marke verwendet häufig Symboliken und Motive aus der nordischen und germanischen Mythologie, zudem weisen einige Bekleidungstücke einen Bezug zur deutschen Kolonialzeit sowie zur NS-Zeit auf. Das Firmenlogo ähnelt zwei Runen, die abhängig vom Kontext einzeln strafrechtliche Relevanz besitzen.

Ansgar Aryan

Ansgar Aryan ist eine rechtsextreme Marke aus Thüringen. Ansgar ist eine Anspielung auf eine Saga der nordischen Mythologie, Aryan bedeutet „arisch“. In Motiven der Marke wird rechtsextreme Ideologie verbreitet, z.B. durch die Slogans „Aryan resistance“ (dt.: „Arischer Widerstand“), „Nach Frankreich fahren wir nur auf Ketten“ oder „Eighty Eight Crew“ (dt.: Achtundachtzig-Crew; s. Codes).

Kampf der Nibelungen Shirt
Black Legion Shirt
Thor Steinar Shirt
Ansgar Aryan Pullover

SYMBOLE

Schwarz- Weiß -Rot

Vor der Weimarer Republik waren Schwarz-Weiß-Rot die deutschen Nationalfarben. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurden diese wieder eingeführt. Die Verwendung der Farbkombination auf Stickern, Kleidungsstücken und Accessoires durch Rechtsextreme ist eine Anspielung auf den Nationalsozialismus und muss als Ablehnung der parlamentarischen Demokratie verstanden werden.

Keltenkreuz

Das Keltenkreuz ist ein Element der religiösen Kunst im keltischen Kulturraum. Im Rechtsextremen Kontext diente das gleichschenklige Keltenkreuz als Symbol der seit 1982 verbotenen „Volkssozialistische Bewegung Deutschlands/ Partei der Arbeit“ (VSBD/PdA). 
Die Verwendung des gleichschenkligen Keltenkreuzes in der Öffentlichkeit ist seit 2008 strafbar (§ 86a StGB), außer wenn aufgrund der äußeren Umstände der Verwendung eindeutig ist, dass es sich nicht um einen rechtsextremen Zusammenhang handelt.

Triskele

Die Triskele ist das Logo der in Deutschland verbotenen Neonazi-Organisation Blood & Honour. Auch die rassistische „Afrikanische Widerstandsbewegung“ nutzt die Triskele als ihr Symbol.

Das Verwenden des Symbols ist strafbar im Zusammenhang mit verbotenen rechtsextremen Organisationen (§ 86a StGB).

Schwarze Sonne

In der SS-Ordensburg „Wewelsburg“ bei Paderborn befindet sie sich als Ornament auf dem Boden des damaligen „Obergruppenführersaal“. Das Symbol ist nicht verboten und erfreut sich in der rechtsextremen Szene allgemeiner Beliebtheit.

Sig-Rune

Die Sig-Rune diente als Kennzeichen verschiedener nationalsozialistischer Organisationen. Die doppelte Sig-Rune war das Symbol der SS. Sowohl das Darstellen einer einzelnen als auch der doppelten Sig-Rune ist verboten (§ 86a StGB).

Odal-Rune

Die Odal-Rune (auch Othala) wurde im Nationalsozialismus von mehreren Organisationen verwendet (z.B. von der Hitler-Jugend und der SS). Auch nach der NS-Zeit wurde sie von rechtsextremen Organisationen als Symbol verwendet (z.B. von der mittlerweile verbotenen Wiking-Jugend). Das Symbol steht für „Blut und Boden“.

Wolfsangel

Die Wolfsangel war unter anderem das Symbol der NS-Organisation „Werwolf“/ „Wehrwolf“. Später wurde sie als Erkennungszeichen der Jugendorganisation „Junge Front“ verwendet, welche 1982 verboten wurde. Im Kontext mit einer verbotenen Organisation ist die Wolfsangel strafbar (§ 86a StGB). Die Wolfsangel findet sich jedoch in vielen Vereins- und Stadtwappen und ist in diesem Kontext nicht strafbar.

Schwarzweißrot
keltenkreuz
triskele
schwarzesonne
sigrune
odalrune
wolfsangel

CODES

18, 28, 88

14

ZOG

HKNKRZ

18, 28, 88

Hierbei stehen die Zahlen für den jeweiligen Buchstaben im Alphabet, also z.B. die 8 für den achten Buchstaben im Alphabet
(= H). Die 18 steht somit für AH und ist eine Codierung des Namens Adolf Hitlers. 88 (= HH) steht für die Parole „Heil Hitler“, 28 (= BH) für die verbotene Organisation Blood & Honour.

14

Die 14 stellt eine Codierung für die unter Rechtsextremen berühmten „14 Words“ des amerikanischen Neonazis David Lane dar: „We must secure the existence of our people and a future for white children“ (Wir müssen die Existenz unserer Rasse und der Zukunft unserer weißen Kinder sichern). Sie wird häufig in Kombination mit der 88 verwendet (1488).

ZOG

ZOG steht für „zionist occupied government“ („Zionistisch besetzte Regierung“). Dies spielt auf die antisemitische Verschwörungstheorie über eine angenommene Weltherrschaft von Jüdinnen und Juden an.

HKNKRZ

Bei dieser Abkürzung wurden die Vokale des Wortes „Hakenkreuz“ entfernt. Der Schriftzug wird vor allem auf T-Shirts, Pullovern oder Taschen verwendet. Die Verwendung ist nicht strafbar.

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DIE ÜLKÜCÜ BEWEGUNG
–DIE GRAUEN WÖLFE

Die Anhänger*innen der Ülkücü Bewegung bezeichnen sich selbst als Idealist*innen. Die Bewegung beschreibt sich selbst als strikt antikommunistisch und antiimperialistisch. Sie richtet sich gegen Linke, Sozialist*innen, Kommunist*innen, Gewerkschaftler*innen, Alevit*innen sowie Jüd*innen. Somit schließt sich die Bewegung u.a. auch an antisemitische Verschwörungsideologien an. Sie propagiert die Überlegenheit einer vermeintlichen »türkischen Rasse« über nichttürkische Minderheiten wie Kurd*innen, Griech*innen und Armenier*innen. Bis in die 1980er Jahre führten die Grauen Wölfe paramilitärische Verbände, mit denen sie ihre politischen Gegner*innen verfolgten.

 

Alevit*innen sind dabei nicht nur als ethnische und religiöse Minderheiten als Ziel ausgemacht worden, sondern wurden vor allem mit dem Kommunismus in Verbindung gebracht. Mit dem Niedergang der UDSSR und damit einhergehend dem Realsozialismus, wurden zunehmend allgemein Andersdenkende zum Ziel.

Ursprünglich war die Ülkücü Bewegung völkisch ausgerichtet, doch hat sich nun vor allem seit den 1980er Jahren verstärkt islamistischen Spektren zugewandt. Ein Resultat dieser Bewegung ist die sogenannte „Türkisch-Islamische Synthese“, die Idee einer religiös und völkisch begründeten Vormachtstellung des Türkentums. Die Leitidee der derzeitigen türkischen Außenpolitik schließt sich an diese Idee der Ülkücü-Bewegung an.

Auszug aus dem VS-Bericht NRW:

Durch ihr extrem nationalistisches Gedankengut bestehen tatsächliche Anhaltspunkte für den Verdacht, dass die »Grauen Wölfe« Ziele verfolgen, die sich gegen den Gedanken der Völkerverständigung beziehungsweise gegen das friedliche Zusammenleben der Völker richten und zugleich gegen den im Grundgesetz garantierten Gleichheitsgrundsatz verstoßen. Sie erfüllen damit die Voraussetzungen zur Beobachtung durch die Verfassungsschutzbehörden (§ 3  Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 4 VSG NRW)

Bozkurt
Wolfsgruß
Drei Halbmonde
Kayi Symbol
Fahne der Göktürken
Förderation der Türkisch-Demokratischen Idealisrenvereine
union der türkisch islamischen Kulturvereine in Europa ATIB
Signatur von Alparslan - Kemal Atatürk
BÜYÜK TURAN

Mythologie Bozkurt/ Grauer Wolf

Der Name der Grauen Wölfe entstand aus der Ergenekon-Legende, die auf einer Zusammenstellung vieler alttürkischer, teils zentral-asiatischer Mythen beruht. Eine dieser Sagen ist die Asena-Legende. In dieser ist von einer grauen Wölfin Asena die Rede, die den letzten Überlebenden eines alttürkischen Stammes beschützte und großzog. Der Wolf (türkisch kurt; alttürkisch böri) spielt in der Geschichte der türkischen Völker eine bedeutende Rolle und ist ein zentrales Element des Panturkismus. Entsprechend der Ergenekon Legende führte die Wölfin Asena die Göktürken aus dem Ergenekon-Tal, welche sich nach der Niederlage gegen die Chinesen im 8. Jahrhundert dorthin zurückgezogen hatten. Der graue Wolf wird von der Bewegung als Zeichen der Militanz genutzt. Historisch betrachtet, gilt er auch als der heulende Wolf, der sein Rudel zusammenruft, um sich auf Beutefang zu begeben.

Der Wolfsgruß

Den Mittel- und Ringfinger zusammen mit dem Daumen gedehnt verbinden und den Zeigefinger mit dem kleinen Finger hochhalten. Diese Haltung signalisiert den Gruß der rechtsextremen Grauen Wölfe und soll durch die Positionierung der Finger einen Wolfskopf visualisieren. Zum einen ist er ein charakteristisches und vereinendes Symbol der Sympathisant*innen, zum anderen gilt er als provozierend gegenüber politisch nicht-gleichgesinnten Menschen. Insbesondere auf Demonstrationen, Kundgebungen und Großveranstaltungen wird der Wolfsgruß skandiert.

Die Bedeutung des Wolfsgrußes erläuterte Alparslan Türkes, der Gründungsvater der Grauen Wölfe, wie folgt: „Der gespreizte Zeigefinger steht für den Islam, der gespreizte kleine Finger steht für das Türkentum. Der Hohlraum zwischen Mittel- und Ringfinger sowie dem Daumen symbolisiert die Welt. Der Berührungspunkt des Mittel- und Ringfingers sowie des Daumens symbolisiert einen Stempel. Der Türkische Islam wird der Welt seinen Stempel aufdrücken!“

Drei Halbmonde

Der Idee der sogenannten „Türkisch-Islamischen Synthese“ folgend, bezieht sich die Ülkücü Bewegung mit der Verwendung der drei Halbmonde auf ein weiteres Element des islamischen Symbolismus. Die „Drei Halbmonde“ mit grünem Hintergrund stammen ursprünglich aus dem Osmanischen Reich. Sie sollen die drei Kontinente Asien, Afrika und Europa, auf denen die Osmanen geherrscht und den Islam verbreitet haben, verbildlichen. Diese Symbolik wird auch von der rechtsextremistischen Ülkücü-Bewegung und ihren Anhänger*innen genutzt, um einen Bezug zur hegemonialen Stellung und dem Expansionsgedanken des Osmanischen Reiches herzustellen. Der Lesart des türkischen Rechtsextremismus folgend, symbolisieren die „Drei Halbmonde“ die türkische Einheit aller Turkvölker in einem fiktiven Land namens „Turan“. Zudem symbolisiert es die islamische Einheit auch mit nicht-muslimischen Völkern und somit die Herrschaft der Türk*innen über die ganze Welt. Die Rechtsextremist*innen möchten mit der Verwendung der „Drei Halbmonden“ als ihr Erkennungszeichen, ihren Anspruch auf Macht und Überlegenheit gegenüber anderen Nationen deutlich machen.

Das Kayı-Symbol

In türkisch-rechtsextremistischen Kreisen hat sich in den letzten Jahren ein neues Symbol etabliert, was insbesondere bei jungen Anhänger*innenn große Beliebtheit genießt. Das Kayi-Symbol. Kayi ist eines der 24 oghuzischen Stämme in Zentralasien. Kayi bedeutet im Alttürkischen stabil oder mächtig. Der Kayi-Stamm soll im 11. Jahrhundert gemeinsam mit den Seldschuken nach Anatolien gekommen sein. Die Dynastie der Osmanen soll auf diesen Stamm Kayi zurückgehen. Aufgrund der sehr

Die Fahne der Göktürken

Der Wolf mit Schriftzug in alttürkischer Sprache „Göktürk“; wird oft auf Fahnen, Ringen, T-Shirts, Hoodies etc. abgebildet und ist Teil einer Jugendkultur in türkisch-rechtsextremen Milieus. Göktürken oder Kök Türken waren in der Spätantike eine in Zentralasien lebende türkische Stammeskonföderation. Die Kök-Türken eroberten das Steppenreich der Rouran und gründeten in Verbindung mit nomadischen Stämmen zwei Großreiche.

Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland / Türk Föderation (ADÜTDF)

Der bundesdeutsche Ableger der rechtsextremen türkischen Partei MHP wurde 1978 in Form der Türk Föderation (ADÜTDF) gegründet. Dabei konnte sie auf die Unterstützung westlicher Geheimdienste und Politiker*innen der Unionsparteien CDU/CSU im Sinne der antikommunistischen Doktrin des Kalten Krieges zählen. Die Unterstützung der „Grauen Wölfe“ erfolgte u.a. mit dem Ziel einer Zurückdrängung linker Gewerkschaften innerhalb der türkischstämmigen Gastarbeiter*innen. Die ADÜTDF besitzt heute rund 130 Mitgliedsvereine und ist die Auslandsorganisation der türkischen MHP, die seit 2018 gemeinsam mit der AKP unter dem aktuellen Präsidenten Erdoğan regiert. Der Verfassungsschutz des Landes Nordrhein-Westfalen geht in NRW von etwa 70 Vereinen der ADÜTDF mit ca. 2000 Mitgliedern aus.

Union der Türkisch-Islamischen Kulturvereine in Europa e. V. (ATIB)

Die Avrupa Türk-İslam Birliği (ATİB – „Union der Türkisch-Islamischen Kulturvereine in Europa e.V.“) ist ein Dachverband türkisch-islamischer Kulturvereine mit Sitz in Köln. Die Union entstand als Abspaltung der rechtsextremen Auslandsvertretung der Grauen Wölfe. Ihr sind nach eigenen Angaben zufolge bundesweit 123 Vereine angeschlossen, während das Bundesamt für Verfassungsschutz dem rechtsextremistischen Dachverband 20 Vereine mit insgesamt 1.200 Mitgliedern zurechnet. Der Verband entstand nach der Abspaltung einer Gruppe von Mitgliedsvereinen der Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealisten-Vereine in Deutschland (ADÜTDF) im Oktober 1987.

Signatur von Alparslan Türkeş als Erkennungszeichen (in Anlehnung an die Unterschrift von Kemal Atatürk)

Unter Ülkücü Anhänger*innen gilt die Unterschrift von Alparslan Türkeş als ein weiteres eindeutiges Erkennungszeichen. Dieses wird oft in Form von PKW-Stickern zur Schau gestellt. Dabei ist die Verwechslungsgefahr mit der Signatur von Kemal Atatürk, dem Gründervater der modernen Republik der Türkei, groß. Türkeistämmige Mitbürger*innen signalisieren mit der Unterschrift von Atatürk z.B. als Sticker auf den Heckscheiben ihrer PKWs, im Gegensatz zu Anhänger*innen der Ülkücü-Bewegung, ihre Sympathie mit dem laizistischen Gesellschaftsmodell der modernen Türkei.

Turan als großtürkische Machtutopie

Die Ülkücü Bewegung verfolgt das Ziel, eine Nation zu erschaffen, in der alle Turkvölker vereint sind. Das Gebiet dieser fiktiven Nation, erstreckt sich dabei vom Balkan über Zentralasien bis nach China. Diese Vorstellung bezeichnet man auch als „Panturkismus“. Der Begriff „Turan“ steht hier im ursprünglichen Verständnis für ein mythisches besiedeltes Gebiet der Türk*innen in Zentralasien. Eine zunehmend politische Bedeutung gewann der Begriff dann mit Beginn des 20. Jahrhunderts. Die zentrale Erzählung der Ülkücü Bewegung ist der „Panturkismus“ bzw. „Turanismus“, welcher die Vereinigung aller Turkvölker in einem einzigen Nationalstaat ersehnt.

MUSTER MIETVERTRAG

Kontakt

Stadt Dortmund
Amt für Angelegenheiten des Oberbürgermeisters
und des Rates
Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie
Südwall 2-4
44137 Dortmund
Tel.: 0231/5026450


www.vielfalt.dortmund.de
https://www.instagram.com/pfd_dortmund/
https://twitter.com/DortmundPfd

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Quellen

Arslan, Emre (2009): Der Mythos der Nation im Transnationalen Raum. Türkische Graue Wölfe in Deutschland. Wiesbaden: VS Verlag.

Bozay, Kemal (2009): „... ich bin stolz, Türke zu sein!“ Ethnisierung gesellschaftlicher Konflikte im Zeichen der Globalisierung, 2. Auflage. Schwalbach/Ts.: Wochenschau

Bozay, Kemal (2021): Türkischer Rechtsextremismus in Deutschland – Die Grauen Wölfe. Berlin: AJC Berlin Ramer Institute.

Bozay, Kemal/ Şahin, Reyhan (2022): Ungleichwertigkeitsideologien und Rassismus in der (post-)migrantischen Gesellschaft – Pädagogische Konzepte in der Distanzierungsarbeit mit Fokus auf „Graue Wölfe“ und (legalistisch) islamistische Anhänger*innenschaft. In: Gille, C./ Jagusch, B./ Chehata, Y. (Hrsg.): Die extreme Rechte in der Sozialen Arbeit. Grundlagen, Arbeitsfelder, Handlungsmöglichkeiten (S. 348-364). Weinheim: Beltz Juventa. 

Bozay, Kemal (2017a): Graue Wölfe – die größte rechtsextreme Organisation in Deutschland. In: http://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtsextremismus/260307/rechtsextremismus-in-der-einwanderungsgesellschaft

Bozay, Kemal (2018): Ungleichwertigkeitsideologien in der Migrationsgesellschaft. In: Wolf, Merlin (Hrsg.): Antfaschistische Pädagogik. Berlin: Alibri, S. 261-280. 

Dantschke, Claudia (2014): Graue Wölfe in Deutschland. Türkischer Ultranationalismus und Rechtsextremismus. In: Greuel, Frank/ Glaser, Michael (Hrsg.): Ethnozentrismus und Antisemitismus bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Erscheinungsformen und pädagogische Praxis in der Einwanderungsgesellschaft. Halle, S. 66-90.

Lobna Jamal, Yasar Aydin (2022): „Graue Wölfe“ Türkischer Ultranationalismus in Deutschland“. Bonn. BpB.

Verfasser:  Wegweiser Beratungsstelle Dortmund, Hamm und Kreis Unna/Multikulturelles Forum e.V.

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